Die Lücke wird zum Auftrag. Ab 2015 beginnt er — neben dem Vollzeitjob bei PayPal — Rezepte zu testen. Walnüsse und Datteln zu einem Boden zu pressen. Cashewkerne einzuweichen, mit Kokosöl, Zitrone, Früchten und einem Schuss Ahornsirup zu einer Creme zu verbinden. Mehr nicht. Keine Stabilisatoren, keine Aromen, keine Konservierungsstoffe.
2017 trägt das Ganze einen Namen: Raw Power. Es klingt nach dem, was es ist: Rohkost mit Wirkung. Auf den ersten Messen — VeggieWorld, Heldenmarkt, Lebensfreude, Rohvolution — stellt er sich hinter einen kleinen Stand und probiert das Wichtigste, was ein Gründer in dieser Phase probieren kann: das Gesicht des Kunden beim ersten Bissen.
Doch nach einer Weile merkt er, dass Raw Power an die falsche Tür klopft. Der Name erinnert an Eiweißpulver, an Fitnessstudios, an glänzenden Stahl und Trinkflaschen. Was er aber wirklich machen will, ist etwas anderes.
Es soll fröhlich machen.
So entsteht FrohNat. Ein Wort, das auf den ersten Blick wie ein erfundener Markenname klingt, in Wahrheit aber ein kleines Rätsel mit drei Antworten ist. Froh — weil das Dessert jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern soll. Roh — versteckt im Wort, eine Erinnerung an den natürlichen Zustand der Produkte. Nat — Natur. Im Englischen auch nut, Nuss. Ein Name, der atmet, was die Marke werden will: eine Frohnatur, die in der Natur zuhause ist.